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Wildunfall – Zahlt die Versicherung?

Der Herbst hält Einzug und bringt Nebel, schlechte Lichtverhältnisse und frühen Dämmerungseinbruch mit sich. Insbesondere bei diesen schlechten Sichtverhältnissen geht es oft schnell: Eine schemenhafte Bewegung am Waldrand und plötzlich steht ein Reh mitten auf der Straße. Statistisch gesehen kommt es etwa alle sieben Minuten zu einer Kollision mit einem Wildtier. Die Versicherung kommt jedoch nicht immer für den Schaden auf.

Rund 100.000 Österreicher sind jedes Jahr in einen Wildunfall verwickelt. Während es dabei glücklicherweise selten zu Personenschäden kommt, verursachen solche Kollisionsunfälle in der Regel hohe Sachschäden am Fahrzeug.

Die Wucht des Aufpralls darf dabei nicht unterschätzt werden: Kollidiert man mit nur 50 km/h mit einem Reh, welches rund 20 Kilogramm wiegt, wirkt bereits eine halbe Tonne auf das Fahrzeug ein. Kommt es hingegen zu einem Aufprall mit einem Rothirsch, entspricht die Wucht bei einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern bereits der Masse eines ausgewachsenen Elefanten – fünf Tonnen wirken dabei auf Ihr Fahrzeug.

Angepasste Fahrweise

Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden kommt es auf Landstraßen in Waldnähe zu Wildwechsel. Um Kollisionen zu vermeiden, sollten Sie hier besonders vorausschauend und defensiv fahren. Sehen Sie ein Tier, reduzieren Sie die Geschwindigkeit, schalten Sie das Fernlicht ab und hupen Sie mehrmals. Ist ein Aufprall nicht mehr zu vermeiden, sollten Sie stark bremsen, es jedoch vermeiden auszuweichen und das Lenkrad gut festhalten.

Wildunfall – Was tun?

In vielen Fällen lässt sich ein Unfall trotz ausreichender Vorsicht und Konzentration nicht vermeiden, da Tiere in Stresssituationen oft unberechenbar reagieren. Wenn es zu einem Unfall gekommen ist, halten Sie unbedingt an. Sichern Sie die Unfallstelle ab und informieren sie die Polizei. Die polizeiliche Meldung ist jedenfalls verpflichtend, auch wenn das verletzte Tier geflüchtet ist. Zusätzlich benötigen Sie die Bestätigung der Meldung für Ihre Versicherung. Vergessen Sie auch nicht, den Schaden anhand von Fotos zu dokumentieren.

Zahlt die Versicherung?

Für Sie als Fahrer bedeutet ein Wildunfall häufig Abschlepp- und Reparaturkosten in der Höhe von mehreren Tausend Euro. Doch kommt die Autoversicherung dafür auf?

Verfügen Sie lediglich über eine KFZ-Haftpflichtversicherung übernimmt diese ausschließlich Schäden, die nicht am Auto entstanden sind, wie etwa die Säuberung der Straße oder die Reparatur von kaputten Leitplanken.

Um die Reparaturen Ihres eigenen Fahrzeuges ersetzt zu bekommen müssen Sie jedoch mindestens über eine Teilkaskoversicherung oder eine Vollkaskoversicherung verfügen. Die Kaskoversicherung übernimmt prinzipiell die Schäden an Ihrem Fahrzeug nach einem Wildunfall, die genauen Bedingungen variieren jedoch stark: Je nach Versicherungsbedingungen ist Ihre Deckung eventuell auf Unfälle mit Haarwild beschränkt, leistet nicht, wenn der Unfall durch ein Ausweichmanöver hervorgerufen wurde oder sieht einen Selbstbehalt vor. Lassen Sie Ihre KFZ-Versicherung daher im Detail prüfen und im Rahmen eines unabhängigen Versicherungsvergleiches beraten.

Ihr EFM Versicherungsmakler berät Sie gerne umfassend zu Ihrem Versicherungsschutz.

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