Meine Pflegeversicherung

Die optimale Vorsorge für Ihre Zukunft

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    Die Umkehr der Alterspyramide, Überalterung der Gesellschaft, veränderte Familienstrukturen und die dadurch zu erwartende, immer größer werdende Pensionslücke sind in den vergangenen Jahren regelmäßig in den Medien kursiert. Doch nicht nur die Erhaltung des Lebensstandards in der Pension ist fraglich, insbesondere das Thema Pflege im Alter wird zu einer kritischen Frage.

    Im Jahr 2015 waren in Österreich 5 % der Bevölkerung pflegebedürftig, was bedeutet, dass jede vierte Familie einen Pflegefall in ihrem Umfeld zu betreuen hat. Mit den derzeitigen demographischen und sozialen Entwicklungen ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend nicht nur fortsetzen, sondern vielmehr verstärken wird.

    Während die Pflege der älteren Familienmitglieder früher von anderen Familienangehörigen übernommen wurde, kümmern sich heute immer weniger Familien um ihre älteren Mitglieder. Dies hat mehrere Gründe: Es gibt durchschnittlich weniger Kinder, die Arbeitszeiten werden länger und aufgrund der höheren Mobilität des Wohnsitzes ist vielleicht gar niemand in der Nähe, der die Pflege übernehmen könnte.

    Dementsprechend sind Pflegebedürftige auf eine Betreuung durch Fachkräfte angewiesen – und das kann schnell zu einer hohen finanziellen Belastung führen. Kosten für Pflege zu Hause, externe Pflegeleistungen oder eine Unterbringung im Pflegeheim übersteigen die durchschnittliche Alterspension drastisch. Doch genau dafür gibt es ja das staatliche Pflegegeld – oder?

    Staatliches Pflegegeld

    Tritt in der Familie ein Pflegefall ein, kann man in unserem Sozialstaat um Pflegegeld ansuchen. Durch einen Besuch des Amtsarztes wird die Bedürftigkeit in Stunden pro Monat festgestellt. Das Ausmaß dieser Pflegebedürftigkeit entscheidet dann über die Einteilung in eine der sieben unterschiedlichen Pflegestufen oder eine Ablehnung des Antrags.

    Leider deckt das staatliche Pflegegeld in Kombination mit der Pension aber immer noch nicht die immensen Kosten, die durch die Inanspruchnahme der Pflege entstehen. Im Schnitt wird erwartet, dass diese Pflege-Lücke in Zukunft rund 1.500 Euro pro Monat beträgt. Summiert man diesen Betrag auf, so müsste man pro Jahr etwa 18.000 Euro für die Pflege selbst aufbringen, was über eine Dauer von 5 Jahren schon 90.000 Euro finanziellen Aufwand bedeutet.

    Hier springt die private Pflegeversicherung ein und hilft, die Finanzierungslücke zu schließen. Doch obwohl sich in einer Umfrage gezeigt hat, dass sich rund 70 % der Österreicher dieser Problematik bewusst sind, hat nur rund jeder Zehnte Vorsorge getroffen!

    Private Pflegeversicherung

    Einstufung

    In der Regel orientieren sich die privaten Pflegeversicherungen ebenfalls am Stufensystem des staatlichen Pflegegeldes. In anderen Worten: Nur wenn Anspruch auf staatliches Pflegegeld besteht, ist auch mit einer Plegegeldleistung aus der privaten Vorsorge zu rechnen.

    Alternativ bestehen auch Pflegeversicherungen mit einer Einstufung nach dem ADL- System. (Activities of Daily Life) Bei dieser Art der Einstufung wird erhoben, wie viele Aktivitäten des täglichen Lebens man nicht mehr in der Lage ist, selbst zu tun. Dazu zählen zum Beispiel das eigenständige An- und Ausziehen, Einnahme von Mahlzeiten, WC-Gang und persönliche Hygiene.

    Welches System besser ist, kann man nicht eindeutig bestimmen. Gerade in Fällen von einer Behandlung mit medizinischen Hilfsmitteln kann eine Einstufung nach ADL jedoch vorteilhafter sein, da der benötigte Pflegeaufwand dank technischem Fortschritt geringer wird. Wird ein Patient zum Beispiel bettlägerig und wird mittels Magensonde ernährt, besteht nach dem klassischen Stufensystem ein geringerer Pflegeaufwand in Stunden, was in weniger Pflegegeld resultiert. Bei der Einstufung nach ADL würde der Patient jedoch in die höchste Stufe eingestuft werden und damit Anspruch auf Pflegegeld in voller Höhe haben.

    Gut zu wissen

    Beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sollten Sie besonders darauf achten, ab wann die Leistung von Seiten der Versicherung erbracht wird. Viele Versicherungen zahlen erst ab Stufe 3 oder Stufe 4 das zusätzliche Pflegegeld! Hält man sich jedoch vor Augen, dass mehr als die Hälfte aller Betroffenen lediglich in Stufe 1 und Stufe 2 eingestuft werden, sollte man lieber eine Vertragsform wählen, die auch tatsächlich bereits ab Pflegestufe 1 leistet.

    Auch bei Pflegeversicherungen gibt es das sogenannte Kleingedruckte. Ausschlüsse der Versicherung sollte man sich vor Abschluss genau ansehen: Einige Polizzen sehen zum Beispiel Altersgrenzen vor oder schließen den stationären Aufenthalt als Pflegefall aus. Ihr EFM Versicherungsmakler berät Sie dazu gerne und erspart Ihnen so das verspätete Aha-Erlebnis im Schadensfall.

    In Bezug auf die Kosten gilt dasselbe wie bei der Pensionsvorsorge: Je früher und gesünder Sie vorsorgen, desto geringer fallen Ihre monatlichen Prämien aus. Generell belasten die Kosten einer Pflegeversicherung das Haushaltsbudget nicht übermäßig. Basisdeckungen sind bereits ab rund 5 Euro pro Monat zu haben, eine sehr gute Absicherung bringt Kosten von etwa 30 bis 50 Euro monatlich mit sich.

    Schon gewusst? Einkünfte aus Pflegeversicherungen und anderen können Sie einkommenssteuerfrei beziehen.

    Ihr EFM Versicherungsmakler berät Sie gerne zu Ihrem individuellen Fall und vergleicht die Angebote des Versicherungsmarktes als unabhängiger Experte für Sie.

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